40 Jahre Bereichssportfest


Keiner hätte vor 4o Jahren gedacht, dass so etwas 4 Jahrzehnte Bestand haben würde. Selbst die Wende hat uns nicht davon abhalten können. Es waren die besonderen Umstände und die Idee von 2 Gossaer Sportfreunden, ein gemeinsames Sportfest zwischen den Orten, die zum Einzugsbereich der Schule zählten, durchzuführen. Nachdem sich die 1966 vom damaligen Direktor der Schule Gossa, Herrn Karl Erich, ins Leben gerufenen Dorfsportfeste der Gemeinde Gossa/Schmerz bereits festgefahren hatten, denn 1969 nahm bereits die Gemeinde Gröbern in einigen Disziplinen teil, war die Zeit für einen Neuanfang gekommen. Auch die Krinaer zeigten 1970 für ein solches Vorhaben Interesse. In diesem Augenblick war das endgültige Aus für das Gossaer Dorfsportfest gekommen und somit fand 1970 folgerichtig das gemeinsame Sportfest zwischen 3 Gemeinden statt, welches zunächst den Namen Bereichsspartakiade, später aber bald als Bereichssportfest seinen Bekanntheitsgrad erlangte. Weiter umliegende Gemeinden strebten ebenfalls eine Teilnahme an. Da dieses Sportfest von der Schule Gossa ausging, waren wir natürlich bestrebt, die Gemeinden, die zum Einzugsbereich der Schule gehörten, zu bevorzugen. Da die Schkönaer Schüler ab 1970 die Schule in Gräfenhainichen besuchten, verblieben noch Schlaitz und Plodda Zunächst ging beim 3. Sportfest das Angebot an die Schlaitzer, denn die beste Gestaltung des Sportfestes bietet sich bei der Teilnahme von 4 Orten an. Diese taten sich aber schwer, unseren Vorstellungen Rechnung zu tragen, so dass wir letztendlich das Angebot der Burgkemnitzer, für die Schlaitzer einzuspringen, annahmen. Mit dem 4. Sportfest begann dann die Ära der Burgkemnitzer. Daneben gab es bis 1978 hin und wieder sporadische Beteiligungen der Ploddaer, die sich jedoch nur auf einige ausgewählte Sportarten beschränkten. Zu diesem Zeitpunkt wurden in den einzelnen Kreisen Gemeindezweckverbände gebildet, was dann neben den Schlaitzern und Ploddaern auch die Burgkemnitzer zum Aufhören bewegte, da diese ja nicht zum Kreis Gräfenhainichen gehörten. Nun war der Weg frei für die Schkönaer, nachdem sie schon einmal 1977 Erfahrung gesammelt hatten. Seit diesem Zeitpunkt kämpfen diese 4 Gemeinden um den Sieg. Selbst die neuerliche Gebietsreform, nach der Schköna zum Kreis Wittenberg gehört, hat sie nicht zum Aufgeben bewegt. Auch der jährliche Wechsel des Austragungsortes sorgt immer für einen besonderen Höhepunkt in der jeweiligen Gemeinde. Wenden wir uns noch einmal dem Kern unseres Sportfestes zu, den einzelnen Disziplinen. Schon in den Anfängen ging es in 13 Disziplinen um die begehrten Punkte. (Platz 1 = 4 Punkte; Platz 4 = 1 Punkt) Die sportlichste Gemeinde sollte ermittelt werden. Während anfänglich das Programm in erster Linie für Männer ausgerichtet war, haben wir nach und nach dem Druck der Frauen nachgegeben und sie mehr und mehr in unser Sportfest einbezogen. Heute wissen wir, dass es die Jugend ist, die einmal unsere Ideen weitertragen werden. Auch sie finden immer mehr Beachtung bei unserer Ausschreibung. Ein Prinzip wurde jedoch bis heute nicht aufgegeben. Wer teilnehmen will, muss im jeweiligen Wohnort seinen Hauptwohnsitz haben. Wenn wir heute 40 Jahre zurückblicken – Herr Reinhold und ich können das, da wir von Anfang an dabei sind – freuen wir uns jedes Mal am Ende eines gelungen Sportfestes, dass wir damals auf diese Idee gekommen sind. Natürlich gab es neben vielem Positiven auch so manchen Tiefpunkt in unserer 40-jährigen ßGeschichte. Häufige territoriale Streitigkeiten um Punkte, ohne dabei an das eigentliche Ziel des Sportfestes zu denken, haben so manches Sportfest an den Rand des Abbruchs gebracht. Nur die Standhaftigkeit einiger Organisatoren hat Schlimmeres verhindert. Heute kann man erfreulicherweise feststellen, dass in den letzten Jahren ein gutes Kollektiv entstanden ist, das eine ordnungsgemäße Vorbereitung und Durchführung des Sportfestes garantiert. Deshalb ist es mir auch nicht bange, wenn ich nach 40 Jahren die Geschicke in jüngere Hände lege. Gleiches gilt auch für meinen engsten Mitstreiter Horst Reinhold. Nach wie vor werden wir natürlich, wenn nötig, mit Rat und Tag zur Seite stehen. Um unser Sportfest noch populärer zu machen, werden wir künftig auch das Internet nutzen, unter:  www.bereichssportfest.de Dies haben wir dem Sportfreund Thomas Wannenmacher aus Gossa zu verdanken, der sich dieser Aufgabe mit akribischer Hingabe widmet. Dort findet man Alles über die 40 Jahre Bereichssportfest und natürlich auch über das 40., welches vom 17.-21. Juni in Schköna ausgetragen wird. Trotzdem möchten wir, wie in jedem Jahr, an dieser Stelle noch einmal unser Programm vorstellen. An dieser Stelle möchten wir uns schon jetzt bei den Schkönaern bedanken, besonders die Gossaer, da sie für sie die Ausrichtung des 40. Bereichssportfestes übernommen haben. Sie werden sicher keine Mühen scheuen, um die Aktiven und die Zuschauer vollauf zufrieden zu stellen. Dass die Wettkämpfe in den einzelnen Disziplinen wieder spannend werden, brauche ich wohl nicht zu betonen, denn endlich möchten die Krinaer nach vielen vergeblichen Anläufen ihren ersten ganz großen Erfolg in den 40 Jahren erringen, d.h. den 3. Gesamtpokal hintereinander. Die Einzigen, die das verhindern können, sind zur Zeit die Schkönaer, die garantiert ihren Heimvorteil nutzen werden. Lassen wir uns überraschen !!


H. Knaust


Fortsetzung "40 Jahre Bereichssportfest"


Rückblickend auf 40 Jahre Bereichssportfest wird man feststellen, dass sich, was die Ausschreibung betrifft, in den letzten Jahren nur wenig geändert hat. Allerdings sind wir noch und noch mehr dazu Übergegangen auch den Nachwuchs, sprich unsere Kinder und Jugendlichen, mit in das Geschehen einzubinden.Was ursprünglich einmal für nicht organisierte Erwachsene Gedacht war, hat sich nach und nach zum Sportfest von jung bis ins hohe Alter entwickelt (Ältester Teilnehmer über 70 Jahre) Auch die finanzielle Unterstützung durch die 4 teilnehmenden Gemeinden hat sich dem erhöhten Aufwand für die Organisation und Durchführung angepasst. Trotzdem sind wir stolz, dass es uns gelingt, mit bescheidenen Mitteln ein so umfangreiches Programm, verteilt auf mehrere Tage, auf die Beine zu stellen. Dafür gilt mein besonderer Dankt den Organisatoren und Aktiven in den einzelnen Orten, die teilweise über Jahrzehnte zum Gelingen dieser traditionsreichen Veranstaltung beigetragen haben.


Helmut Knaust Organisator des Bereichssportfests seit 40 Jahren